Die vielleicht kniffligste Welle der Tour, hat würdige Champions gefunden.

Der Riot River Event im Divoka Voda Areal nahe dem slowakischen Bratislava, ist für die Pure Surfcamps Rapid Surf League ein ganz besonderer Stopp. Zum Einen, weil wir hier 2018 unseren ersten Event überhaupt veranstaltet haben und unser Cut-to-Call Format sich erstmals im Wettkampf bewähren musste, zum Anderen vor allem wegen der Szene die wir hier antreffen. Auf und um die Welle des Divoka Voda Areals trifft man auf Rapid Surfer aus ganz Europa. Szenen, die allesamt ganz unterschiedliche kulturelle Einflüsse mitbringen und dementsprechend Ihren ganz eigenen Approach zum Rapid Surfing. Schon am Board Set Up erkennt man, ob Er oder Sie von den prominenten Spots Münchens, vom Almkanal, einer City Wave, der Unit Welle, aus Bratislava oder von „ganz-wo-anders“ herkommen. Und das wiederum macht sich im Surfstyle, in den Standard-Manövern bemerkbar. Wir sind definitiv ein bunter Haufen - und genau deshalb ist ein Wochenende zwischen Rapid Surfing und Lagerfeuer auch immer wieder der absolute Knaller.

Nach dem Riot River Qualifier am Freitag, begann der Pure Surfcamps Rapid Surf League Event am Samstag dann um 12:45 und damit fast pünktlich mit einer guten Mischung aus den Stars der Liga und lokalen Shreddern. 4 Stunden später gingen die Finals über die Bühne. Oder eben die Welle. Letztere ist wie bereits geschrieben eine sehr lustige, aber eben auch eigene kleine Diva, die den Surfern alles abverlangte - vor allem extreme Präzision und 100%iges Treffen des Trim-Fensters bei jedem Manöver.

Bei den Damen, hatte Laura Haustein am besten raus, wie man Power, Flow und technische Manöver am besten in die Welle bringt und dabei alles kraftvoll, sicher und stylish aussehen lässt. Und genauso, setzte Laura sich auch im Final Call gegen Sophie Puchta durch. Sophie wiederum, hatte sich mit ihrem sehr eleganten und präzisen Style kurz vor Valeska Schneider platziert und damit den Einzug in den Final Call gesichert. Valeska auf Platz 3, hatte zwar mit einem 360er mehr Manöverschwierigkeit anzubieten, verlor dafür allerdings beim Flow im Hinblick auf Sophie und musste sich dementsprechend letztendlich mit Platz 3 zufrieden geben. Platz 4 im Finale ging an Theresa Deubler. Theresa war ähnlich Sophie auch sehr solide, flowy und stylish unterwegs, hatte allerdings Pech mit Ihren Reverses und wurde somit schon früh aus der Welle gespült. All diese Abzüge mussten die Judges bei Laura Haustein eben nicht machen und somit surfte sich das Geburtstagskind (!) des Pure Surfcamps Rapid Surf League Riot River Events souverän und verdient auf Platz 1. Gratulation an Laura!

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Bei den Herren ging es ebenfalls ab Runde 1 zur Sache. Im Finale standen dann 4 Rapid Surfer aus 4 unterschiedlichen Locations. Mario Hornung, sein Homespot ist die Welle in Augsburg, hatte sich souverän durch 2 Calls ins Finale gesurft - als Underdog! Im Halbfinale bekam das Andreas Holzner zu spüren. Andreas hatte zwar das Recht auf 2 Calls, allerdings unterlief im ein taktischer Fehler, was die Manöveransagen anging. Reverses - Frontside wie Backside - sind für Augsburger Surfer Standard. Andreas hingegen hatte vor allem mit seinem Powersurfing und Railgame für Highlights gesorgt. Als Ihm dann bei eigenem Call ein Fehler beim Reverse unterlief, blieb Mario eiskalt und nahm den Punkt für den voll absolvierten Call souverän mit nach Hause und der eigentliche Favorit - Andreas - war raus. Folglich zog Mario ins Finale ein, um dort auf Sebastian Steinbeck, Nici Marusa und die Local Legend Maros Nemec zu treffen. Basti Steinbeck betrat letztes Jahr als unbekanntes Gesicht die Rapid Surfing Bühne in Cunovo und kam heuer als Deutsche Meister wieder zurück. Die Welle Welle in Cunovo hat viel Ähnlichkeit mit Bastis Homespot, der Floßlände, und dementsprechend schnell hat sich Basti hier zurecht gefunden. Starkes Railgame und der vielleicht explosivste Backside Air Reverse des Events brachten Basti auf Platz 3 des Finales. Geschlagen geben musste er sich Maros Nemec und Nici Marusa. Maros zeigte, was mit Local Knowledge und einem Arsenal an Reverses und Air Reverses Frontside wie Backside zu machen ist. Und Nici? Na der ist derzeit so oder so dabei alles zu zerreissen. Das Recht auf den ersten Call vor Maros sicherte sich Nici im Cut durch etwas mehr Variabiliät in der Linie und einem ticken mehr Pop in den Reverses. Im Final Call zwischen Nici und Maros kam es dann zu einer Manöver-Battle vom anderen Stern, die Nici am Ende für sich entscheiden konnte. „Backside Shuvit - Shuvit out, Frontside Layback, Backside Reverse“ ... da kann man wohl von „technisch“ sprechen. Durchgebracht hat den Call am Ende Nici und entsprechend eindeutig, war dann auch der erste Platz. Eine Manöver-Combo als dramatisches Highlight und Schlusspunkt des Events - hätte man sich eigentlich gar nicht besser wünschen können.

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Und so kam es nach der Siegerehrung, wie es kommen musste. Ein Haufen Rapid Surfer, viel Fachsimpelei gemischt mit Serious Bullshit, Beers and Burgers, Lagerfeuer, ein DJ zwischen Rock und Ibiza House und dahinter ein gewaltiger Sonnenuntergang.

Ranking: https://www.rapidsurfleague.com/ranking

Nächster Stopp: das große Pure Surfcamps Rapid Surf League Finale in Langenfeld am 14. September 2019.

Ein großes Dankeschön an Alle, die den PURE SURFCAMPS RAPID SURF LEAGUE RIOT RIVER Event möglich gemacht haben. Danke an Mirka und Ihr Team von Divoka Voda, und danke an unsere Sponsoren Pure Surfcamps, G-SHOCK, GoPro, Dietz Teaz, DaKine und Clif Bar.

@rapidsurfleague

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