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Rapid Surfing Roots: Crown of the Traun 2018

Rapid Surfing hat seine Wurzeln - und die liegen auf den Riverbanks links und rechts neben Flüssen, Bächen und Almkanälen. Was am Anfang - in den 1970er Jahren - noch die Extravaganza von ein paar Verrückten war, ist inzwischen Freizeitbeschäftigung und Lifestyle für Generationen an landlocked Surfern, die als Individualisten Ihren eigenen Style haben und als Gruppen lokale Szenen bilden, die ebenfalls mit Ihrem eigenen Flair versehen, Teil der Rapid Surfing Community sind. 

Bad Ischl ist ein wunderschöner Kurort zwischen Mond-, Wolfgang und Ischlsee. Die Traun ist Heimat der Open Water Surfszene aus dem Salzkammergut. 2018 wurde von den Rivermates der vierte Crown of the Traun Surfevent durchgeführt. Die Rivermates kümmern sich in Bad Ischl und Umgebung um die Belange der lokalen Surfszene. Neu war, das 2018 in Abstimmung mit Contest Organisator Maximilan Neuböck für ein Rapid Surfing Roots Event ein eigenes kleines Eventfenster eingerichtet wurde.

Der CoT Event selbst ist das Jahresereignis für die lokale Surf-Szene. Das Rapid Surfing Roots Event als Teil des CoT gab darüber hinaus Surfern außerhalb des Local Circles die Möglichkeit die Traun zu shredden und sich mit den Local Heroes zu messen. Zu diesen kamen aus München angereist Lukas Brunner, Simon Bitterlich, Paul Günther, Heiner Palms, Lenny Weinhold, Laura Haustein, Chiara Kreindl, Vale Schlieper sowie die Senioriät um Flori Kummer und Gerry Schlegel. Sprich ein Haufen Shredder, die am Eisbach und auf künstlichen Wellen regelmäßig den Ton angeben. Allerdings ist Rapid Surfing auf Open River Waves ebenfalls eine Sache, bei der die Locals sagen wie es läuft - genau wie am Eisbach. Jeder der neu dazukommt, braucht ein bisschen Zeit, um seinen Stall & Trim auf der Welle zu finden, auf der andere schon chargen. 

Damit ist dann auch schell erklärt, warum aus einem, vermeintlichen Rockstar Heat 1 in Runde 1 des Rapid Surfing Roots Events letztendlich der Local Shredder Thomas Schmidsberger ziemlich unangefochten weiter gekommen ist. Brunner, Palms und Günther schauten durch die Doppelnullbrille - auf der Traun Welle war Thomas einfach besser. Respekt. Auch in den Heats in denen die Surfer von außerhalb mehr Zeit fürs Training hatten setzen sich letztendlich immer die Locals durch. Der Wasserstand - der von den Veranstaltern selber als „an der Grenze“ eingestuft wurde - machte das Surfen aus einem kleinen Crumble heraus in die Pocket nach rechts recht schwierig. Selbst Flori Kummer und Gerry Schlegel - beide bekannt dafür Riverwaves auf der ganzen Welt zu suchen und zu Surfen - hatten Startschwierigkeiten und mussten sich trotz schöner Carves und 360ern von Flo schlussendlich der lokalen Szene geschlagen geben. Trotzdem gab es von Seiten der Locals Respekt und Anerkennung, grade auch für Lenni Weinhold, der sich über das Training am Vortag in Form und damit fast ins Finale gesurft hatte. 

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Martin Oberleitner. Foto: Maximilian Eisl

Den Final Heat surften mit Martin Oberleitner, Manuel Burger, Thomas Schmidsberger 3 Locals untereinander aus - zurecht. Grade Martin Oberleitner hat uns schwer damit begeistert, selbst in den extrem schwierigen Bedingungen absolut stylish und kontrolliert von Rail zu Rail zu Surfen. Dementsprechend kam er auch auf Platz 1 ins Ziel - trotz harter Acid Drops von Manuel Burger auf 2 und Thomas Schmidsberger, der auf Platz 3 des Stockerls einritt. Alle Finalisten sowie Contest Direktor Maximilian Neuböck haben eine Einladung nach München zum Munich Jam im Juli bekommen. 

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Martin Oberleitner. Foto: GoPro

Für den Rest des Teilnehmerfelds des Rapid Surfing Roots Events ging das voll in Ordnung - die Jungs aus der Umgebung waren an dem Tag einfach besser. Und ganz davon abgesehen, geht es bei einem Rapid Surfing Roots Event ja auch viel mehr darum, zwischen den einzelnen Szenen Brücken zu schlagen und Gemeinschaft zu finden, wo man vorher vielleicht noch nicht mal wusste, dass hier auch gesurft wird.

Was nehmen wir also aus Bad Ischl mit? Die Welle hat auf jeden Fall Potenzial, auch wenn der Wasserstand nicht ideal war. Aber es geht natürlich auch anders. An guten Tagen - und klar, diese Erzählung gibts auch beim Rapid Surfen auf natürlichen Wellen - geht hier viel mehr. „Should have been here yesterday...“ den Satz kennen wir auch auf offenem Süßwasser. Nur sind wir von Schneeschmelze, lokalen Niederschlägen und der Großwetterlage abhängig. So ist das halt beim Surfen in der freien Natur. Man nimmt was man bekommt, und wenn das von Seiten der Welle mal weniger ist, dann wird der soziale Aspekt umso wichtiger. Surfen, einen Auflabern mit den Kollegen aus Salzburg, Plattling, Wien und München und dann halt doch noch mal in den Neo und das Line Up. Shapes werden verglichen, theoretisch besprochen und praktisch getestet, dazu gibt es ein Bier und während den Finals des Crown of the Traun Events brüllen alle die Videowall an - es ist ein Surf Happening. 

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Posium: v.l.n.r: Manuel Burger, Martin Oberleitner, Thomas Schmidsberger. Foto: Maximilian Eisl

Viel mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen. Vielen Dank an die Rivermates um Contest Organisator Maximilian Neuböck, Head Judge Benjamin diQual und die ganze Rivermates Crew! Wir konnten im Rahmen des CoT Events zeigen, daß unser Rapid Surfing Heat und Mainevent Format faire Ergebnisse und eine Top Show liefert. Was aber viel wichtiger ist: Wir wissen jetzt, wie schön Surfen im Herzen des Salzkammerguts sein kann. 

Zu guter Letzt noch einen Blick auf die Ergebnisse des eigentlichen COT Events, denn hier konnte die Münchener Crew punkten. Laura Haustein surft einen hervorragenden 2. Platz ein, Lenni Weinhold wird 3., Flori Kummer 4. Hier die Ergebnisse der Finals:

Frauen:

1. Christina Minimayr

2. Laura Haustein 

3. Inka Minimayr

4. Magdalena Ramsauer

Männer:

1. Maximilian Neuböck

2. Martin Oberleitner

3. Lenni Weinhold

4. Florian Kummer

Die gesamten Ergebnisse findet ihr auf www.rivermates.at. Wir freuen uns auf 2019!

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Wir nennen es Rapid Surfing

River Surfing, Artificial Wave Riding und Stationary Wave Riding haben einen alles umfassenden Namen und sportliches Format erhalten. 

Wir haben mit "Rapid Surfing“ einen Namen und dazu passendes Judging Format geschaffen, das Surfern von künstlichen und stehenden Wellen die Chance bietet, als Sportler erfolgreich und relevant zu sein. 

Die Inspiration der Sportart „Surfen auf künstlichen Wellen“ einen systemübergreifend passenden Namen zu geben, hat uns die prominenteste Stromschnelle der Welt geliefert - der Eisbach. „Rapid“ bezeichnet neben einer Stromschnelle aber noch mehr. Es geht um die Schlagzahl, die Abfolge von Highlights, die Action - eben alles, was eine Sportveranstaltung zu einem erfolgreichen Zuschauer-Event macht.

Mit Rapid Surfing wollen wir allen talentierten landlocked Surfern die Möglichkeit geben als Rapid Surfer zu Champions zu werden. Eine glaubwürdige Wahrnehmung der Rapid Surfer als Wettkampfsportler ist für uns Priorität, um damit der gesamten Szene der landlocked Surfer Aufmerksamkeit und Gehör zu verschaffen - egal auf welchem System und welchem Wasser sie Ihr Surfing entwickelt haben. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur durch sportliche Relevanz Kommunen wie Privatunternehmer davon zu überzeugen sind, neue Wellen jeder Art zu schaffen. Das wiederum halten wir zielführend im Bezug auf die Entwicklung von Surfen als Freizeitsport und der Entlastung bestehender Hotspots. 

Um dem Surfing das wir landlocked Surfer machen mit Rapid Surfing einen passenden Namen UND die richtigen Bewertungskriterien zu geben, mussten wir uns erst einmal vom großen Bruder im Meer emanzipieren. Das heißt nicht, dass wir für Rapid Surfing nicht ebenso sauberes und kraftvolles Surfen übers Rail und ordentlich Pop für wichtig halten. 
Aber es ist uns wichtig, uns auf das was wir liefern können - konstante Bedingungen - einzulassen und daraus das Bestmögliche zu machen. 

Egal ob auf natürlichen und künstlichen stationären Wellen‚ oder aber künstlichen laufenden Wellen: Rapid Surfing stellt an Wettkämpfer und Wettkampfrichter die gleichen speziellen Anforderungen. Die Wave Selection als Kriterium entfällt und die Qualität der Welle ist für alle Teilnehmer eines Events identisch. Durch das permanente Vorhandensein einer für alle Surfer gleichen Welle, liegt der Fokus bei der Bewertung / dem Judging eindeutig auf den Boardskills und dem Style des Surfers. Das heißt aber auch, dass die Judging-Kriterien dementsprechend einer Anpassung bedürfen. Kombiniert man das mit einem Wettkampfformat, dass zum Ziel hat das Können der Surfer zu zeigen und die Surfer über einen entsprechend fitten Speaker mit dem Publikum zu verbinden, erhält man einen Event von sportlicher Relevanz und hohem Unterhaltungswert - Rapid Surfing eben. 

Wir sind absolut überzeugt davon, dass wir mit der Idee von Rapid Surfing als eigenständiger Sportart die Bühne schaffen können, auf der sich die vielen unterschiedlichen Interessen der Landlocked Surfszene auf sportlicher Ebene verbinden lassen. Und wir hoffen darauf innerhalb dieser Szene die entsprechende Unterstützung zu finden. 

WaterWorks! arbeitet seit 2017 daran im Sommer 2018 Events für Nachwuchs und Charger auf die Beine zu stellen. Was da dann steht, dazu in den kommenden Wochen mehr. 

Einen Event können wir schon kommunizieren, denn am 30. Juni 2018 findet der IGSM Junior Jam an der Floßlände in München statt. Der Jam ist für Kids bis 14 Jahre, für Essen und Trinken ist gesorgt und tolle Sachpreise gibt es auch. Anmelden kann man sich auf der Seite der IGSM, www.igsm.info

Das WaterWorks! Team, Christian Bach & Quirin Rohleder

 

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